Keyvisual zum Digital-Gipfel 2017

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Hauptthemen für die gut 1.000 Teilnehmer der zweitägigen Veranstaltung werden digitale Anwendungen im Gesundheitswesen, die vielfältigen Aspekte einer intelligenten Vernetzung sowie die digitale Transformation von Wirtschaft und Verwaltung sein. Die Städte und Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar sind nicht nur Schauplatz von insgesamt 18 Veranstaltungen an zehn verschiedenen Orten, sondern zugleich ein gutes Beispiel für eine Region mit sektorübergreifender intelligenter Vernetzung und digitaler Transformation von Wirtschaft und Verwaltung.

Nach der Auftaktveranstaltung der Metropolregion wird Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries am 12.6. das Forum Wirtschaft Digital 2017 im Ludwigshafener Pfalzbau eröffnen. Zur Debatte steht die Frage „„Wo stehen wir bei der Digitalisierung und der Vernetzung der Wirtschaft in Deutschland?“. Vertreter hochrangiger Unternehmen aus verschiedenen Branchen werden Beispiele von erfolgreicher Digitalisierung in ihren Unternehmen vorstellen und grundsätzliche Chancen und Herausforderungen erörtern. Einer der weltweit führenden Köpfe auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz, Prof. Dr. Wolfgang Wahlster wird als einer von mehreren Impulsgebern zu der Frage „Verfügen wir über die neuesten digitalen Technologien?“ sprechen. Zum Abschluss des ersten Gipfel-Tages diskutiert BMWi-Staatssekretär Matthias Machnig unter anderem mit Dr. Klaus Mittelbach vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) und Hartmut Rauen vom Verband Deutscher MAschienen- und Anlagenbau (VMDA) über Ziele und Empfehlungen der Plattform Industrie 4.0.

Hochrangiger Besuch hat sich für den 13. Juni angekündigt: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird sich bei einem Rundgang anhand verschiedener Exponate ein Bild von digitalen Innovationen im Gesundheitssektor und in der Chemie machen und sich bei einem Arbeitsessen mit den Vorsitzenden der verschiedenen Themenplattformen des Gipfels zum Stand der Digitalisierung in Deutschland austauschen. Am Gipfel-Tag werden nach der Eröffnung durch die regional gastgebende Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries vier Foren die wesentlichen Kernthemen behandeln. Bundesministerin Zypries und Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium, diskutieren unter anderem mit Vertretern der Deutschen Telekom, von SAP, Viessmann und Volkswagen über Chancen und Verantwortung, die neue Technologien mit sich bringen. Weitere Fachforen befassen sich mit Forschung und Praxis auf dem Feld der Digitalen Gesundheit sowie mit innovativen Online-Services der Verwaltung. Ein Höhepunkt des Tages wird die Keynote von Bundeskanzlerin Merkel sein.

Der Digital-Gipfel ist auch ein Schaufenster für Innovation made in Germany. Ausgewählte Exponate zeigen Spitzenleistungen aus Forschung und Entwicklung. Aus der Region Rhein-Neckar kommt eine Anwendung zur Diabetesvorbeugung: Roche und SAP haben gemeinsam ein Computerprogramm entwickelt, das dem Arzt einen Überblick über alle relevanten Echtzeit-Daten eines Patienten verschafft. Der Arzt kann so individuell dem Patienten Tipps und Empfehlungen geben, die ihm helfen, trotz erblicher Veranlagung nicht an Diabetes zu erkranken.

Grafik "Prävention im digitalen Zeitalter

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Bereits im praktischen Einsatz ist THALEA, ein Computersystem, mit dem hochspezialisierte Medizin-Experten in Notsituationen schnell über Telemedizin zur Beratung hinzugezogen werden können. Dank THALEA konnte die Zahl der Menschen, die auf einer Intensivstation an einer Sepsis starben, um 25 Prozent gesenkt werden. Mit diesem Exponat wird auf dem Gipfel gezeigt, wie die Vernetzung von medizinischen Geräten und menschlicher Expertise in der Intensivmedizin lebensrettend wirken und medizinische Exzellenz in allen Regionen ermöglichen kann. Ein weiteres Schaustück ist der intelligente Operationssaal an der Uni Leipzig. Dieser zeigt, wie intelligente Computermodelle in naher Zukunft Chirurgen bei ihrer schwierigen und komplexen Arbeit aktiv unterstützen können. Ärzte können zum einen während der OP einfach auf alle individuellen Patientendaten zurückgreifen und zum anderen zeigt ihnen der Computer live und automatisch Referenzmodelle ähnlicher medizinischer Eingriffe.

Exponat THALEA

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Industrie 4.0 kommt bereits in vielen produzierenden Betrieben unseres Landes zur Anwendung – solange Stückgrößen, wie Autos oder Maschinen hergestellt werden. In der sogenannten Prozessindustrie, also Unternehmen, die Fließgrößen, wie z.B. chemische Stoffe oder Lacke und Farben, produzieren, ist der Einsatz von Industrie 4.0 besonders herausfordernd und daher noch sehr selten. Mit dem Demonstrator „Industrie 4.0 in der Chemie“ zeigt ein Konsortium namhafter Unternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar, wie in dieser Branche physische Komponenten intelligent vernetzt und in Produktionsprozesse eingebunden werden können. Konkret lassen sich damit die Wartungsintervalle in der Chemieindustrie individueller gestalten, was große Vorteile für die Kosteneffizient und die Umwelt verspricht.

Auch an anderen Orten in der Region erwarten die Gipfel-Teilnehmer interessante Panels und Foren. So wird beispielsweise im Leininger-Gymnasium in Grünstadt über Smart Schools und Schul-Clouds gesprochen. Fragen der digitalen Verwaltung kommen im Kurfürstensaal in Heppenheim ebenso zur Sprache wie in der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer. In Mannheim, der größten Stadt in der Metropolregion Rhein-Neckar, kreisen die Gespräche in der Popakademie um die intelligente Vernetzung, während im Schloss über Cyber-Security im E-Health-Bereich gesprochen wird. Das vollständige Programm des Digital-Gipfels ist hier zu finden. Dort können auch alle Veranstaltungen am 13. Juni per Livestream mitverfolgt werden.