BMWi-Gemeinschaftsstand auf der CeBIT; Quelle: BMWi/Andrea Janssen

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Virtual Reality, Roboter und künstliche Intelligenz – auf der CeBIT in Hannover, eine der wichtigsten Messen für Informationstechnik, dreht sich alles um die Trends der Digitalisierung. Unter dem Motto „d!economy – no limits“ will die Ausstellung das Fachpublikum mit konkreten Anwendungen überzeugen – und zeigen, dass die Digitalisierung immer mehr Bereiche erfasst. Eine der spannendsten CeBIT Messen versprach der Messechef Oliver Freese im Vorfeld – mehr als 200.000 Besucher und 3.000 Aussteller aus 70 Ländern können sich bis zum 24. März ein Bild davon machen. 

Auch das BMWi ist mit einem großen Gemeinschaftsstand (Halle 6, Stand C40) vor Ort. Rund sechzig Unternehmen, Entwickler, Verbände, Institutionen und Initiativen zeigen dort ihre geförderten Produkte und Forschungsergebnisse. Die Bereiche „Verkehr und Infrastruktur“, „Industrie und Handwerk“, „Medizin und Gesundheit“ sowie „Start-ups“ laden die Besucher zu Information und Beratung ein. Die Exponate reichen von Virtual Reality bis zu Beacon-Sensoren, von Lerncomputern für Grundschulkinder bis zum virtuellen Rückenschultrainer – und haben doch eine Gemeinsamkeit: die Förderung durch Programme und Wettbewerbe des BMWi. 

Dazu gehört auch der Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“. Damit unterstützt das BMWi gezielt kleine und mittlere Unternehmen beim intelligenten Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, der Digitalisierung und Vernetzung sowie der Anwendung von Industrie 4.0. Erfolgreiche Beispiele für die vielfältige Förderung zeigen fünf Projekte von Mittelstand-Digital, die auf dem Gemeinschaftsstand präsentiert werden:

  • FURNeCorp: Bessere Kundenbeziehung dank Digitalisierung
    Das Projekt FURNeCorp entwickelt eine IT-gestützte Methodik zur besseren Abwicklung der Prozesse in und zwischen Betrieben der Möbelindustrie. Produktionswege werden so effizienter und gesammeltes Kundenfeedback wird zur Verbesserung genutzt. Gezeigt wird, wie Kunden über eine App künftig auch ohne Unterstützung von Beratern individuelle Möbelstücke konfigurieren können.
  • 3D-Laserscanner – Präzise Stammdatenerfassung in Sekunden
    Der 3D-Laserscanner der KAPTURA GmbH & Co. KG erfasst automatisch Länge, Breite, Höhe und Gewicht eines Gegenstands und liefert innerhalb weniger Sekunden ein 3D-Modell und Einzelfarbfotos. Präzise Stammdaten können so innerhalb weniger Sekunden ohne Aufwand erstellt werden. Damit werden aufwändige, oftmals fehlerbehaftete manuelle Prozesse abgelöst.
  • Komplex-e – eBusiness-Lösungen richtig auswählen und einführen
    Komplex-e unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung von eBusiness-Standards, die den automatisierten Austausch von Informationen im elektronischen Geschäftsverkehr ermöglichen. So können kleine und mittlere Unternehmen alle notwendigen Arbeitsschritte und Aufwände besser einschätzen und damit Stolpersteine bei der Einführung von eBusiness-Standards vermeiden.
  • Beacons 4 Production – Produktion transparent machen
    Bauteile in der Produktion konnten bislang nur mit teuren und komplizierten Technologien lokalisiert werden. Die Platzierung von Bluetooth-Sensoren, sogenannte Beacons, erlaubt eine durchgängige digitale Datenerfassung und macht Produktionsprozesse transparenter und effizienter. Damit werden Begleitscheine in Papierform in der Produktion überflüssig.
  • Entwicklungsarbeit 4.0 – Effektive Produktentwicklung mit Augmented Reality
    Technologien wie Augmented Reality (AR) können bei der Produktentwicklung hilfreich sein. Die virtuelle Einblendung von Informationen, zum Beispiel über eine AR-Brille, hilft, Produkte effizienter zu entwickeln und zu testen. Der Nutzer kann erkennen, wenn Komponenten seines virtuell dargestellten Produkts nicht in die reale Umgebung passen und kann sie umgehend anpassen. 
Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries während ihres Rundgangs auf der CeBIT: Minicomputer "Calliope"; Quelle: BMWi/Maurice Weiss

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Passend zum großen Leitthema der Messe präsentiert sich eines der zahlreichen Exponate auf dem großen BMWi-Gemeinschaftsstand komplett digital: ein Touchtable, der zeigt, wie Digitale Geschäftsmodelle funktionieren. Anhand von Praxisbeispielen und gegliedert nach den Themenfeldern „Produktion“, „Medizin“, „Energie / Infrastruktur“ und „Mobilität / Logistik“ erfahren Besucher, welche Anwendungsbereiche es gibt und wie auch Mittelstand-Digital hier unterstützt. Für den Förderschwerpunkt sind Digitale Geschäftsmodelle ein Schwerpunkt in diesem Halbjahr. Ein aktuelles Themenheft zeigt, dass eine solche Neuausrichtung des Geschäftsmodells eine große Chance ist: Betriebe können nicht nur bessere Produkte und Dienstleistungen entwickeln, sondern sich auch ganz neue Wachstumsfelder und Erlösquellen erschließen – egal, ob kleiner Handwerksbetrieb oder mittelständischer Zulieferer aus dem produzierenden Gewerbe.