IFA Berlin

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Küchenarbeitsplatten, die je nach Temperatur der abgestellten Speisen automatisch in den Kühl- oder Aufwärmmodus schalten, intelligente Heizungen, die den Kalender der Bewohner kennen und die Wohnung entsprechend temperieren, Türen und Fenster, die selbständig öffnen und schließen, Fußböden, die dank eingebauter Sensoren Stürze von älteren Menschen erkennen und Hilfe rufen, Kameras, die es Tierbesitzern auch bei Abwesenheit ermöglichen, ihre Tiere zu beobachten und auch Leckerlis anbieten – die Vernetzung intelligenter Komponenten und Geräte in der privaten Lebensumgebung ermöglicht immer mehr neue Anwendungen, die das Leben komfortabler, sicherer, ressourcenschonender und unterhaltsamer machen.

Auf der IFA, der weltweit größten Messe für Consumer und Home Electronics, können sich die Besucher ein anschauliches Bild davon machen, wie sich der Smart-Living-Markt entwickelt. Experten sind sich einig: Die intelligente Vernetzung von Häusern und Wohnungen wird sich in den kommenden Jahren weltweit von einem Nischen- zu einem Massenmarkt entwickeln. Damit sich Deutschland zu einem Leitmarkt für innovative Smart-Living-Technologien und -Anwendungen entwickelt, müssen die Akteure branchenübergreifend zusammenarbeiten.

Zu diesem Zweck haben im Frühjahr Unternehmen und Verbände die Wirtschaftsinitiative Smart Living gegründet. Sie will sich vorrangig dafür einsetzen, Gesellschaft und Wirtschaft für die Chancen von Smart Living zu sensibilisieren, Anstöße für Innovationen und zukunftssichere Arbeitsplätze zu geben sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zu entwickeln. Wichtige Themen sind auch einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie Datensouveränität und -sicherheit. Unterstützt und betreut wird die Wirtschaftsinitiative durch die Geschäftsstelle Smart Living, die vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert wird.

Smart Living

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Auf der IFA wird sich die neue Initiative erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Am Gemeinschaftsstand der Branchenverbände VDE, ZVEH und ZVEI (Halle 26 a, Stand 224 / 225) informiert die Initiative über Inhalte und Ziele sowie die Möglichkeit, sich als Unternehmen aktiv in die Initiative einzubringen. Besucher können im „House of Smart Living“ intelligente Anwendungen und ihren Nutzen hautnah und „hands-on“ ausprobieren und erleben. Am 4. September besucht der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Dirk Wiese, den Stand, um sich über die weitere Arbeit der Initiative zu informieren.