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Das Berliner Start-up HEDERA entwickelt digitale Produkte, mit denen Mikrofinanzinstitute (MFI) besser abschätzen können, ob ihre Investitionen die gewünschte nachhaltige Wirkung entfalten. Unter Mikrofinanzierung wird dabei eine Form der Geldanlage verstanden, bei der es in erster Linie um eine nachhaltige, positive Veränderung geht und das Erwirtschaften von Rendite allenfalls ein langfristiges Ziel ist. MFI spielen in der Entwicklungsarbeit und Armutsbekämpfung eine immer größere Rolle. Ein Problem dieses ethisch motivierten Investments besteht jedoch darin, abzuschätzen, ob mit den vergebenen Mikrokrediten tatsächlich die beabsichtigte Wirkung erreicht werden kann. Ein Beispiel dafür ist die Verbesserung des Zugangs zu Energie. Hier fehlt es den MFI häufig an Daten, wie sich Haushalte in ärmeren Regionen mit Energie versorgen können. Das HEDERA Impact Toolkit ermöglicht u. a. die Durchführung einfacher Umfragen, mit deren Hilfe sich MFI ein detailliertes Bild darüber verschaffen können, wie die Energieversorgung einzelner Haushalte verbessert werden kann. Mithilfe dieser Information kann so auch abgeschätzt werden, ob die Mikrokreditvergabe nachhaltig dazu beiträgt, die Energiearmut im konkreten Fall zu überwinden. Über die Plattform HEDERA connect können MFI die Ergebnisse solcher Erhebungen Interessierten zugänglich machen und so bei Investoren für sich werben. Außerdem dient die Plattform der Anbahnung von Geschäftsbeziehungen. Die Kosten für die Datenerhebung, -analyse und Berichterstellung können um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

Gründer

  • Dr. Natalia Realpe Carillo
  • Dr. Alfonso Caiazzo
  • Dr. Lilo Wagner
  • Alberto Diaz-Durana
  • Lukas Kahlen