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Das Stadtportal Grevesmühlen erleben

Das Stadtportal Grevesmühlen erleben

© Digitale Stadt Grevesmühlen GmbH

Ziel/Nutzen der Lösung

Die Plattform www.grevesmühlen-erleben.de bündelt alle lokalen Informationen auf einer Internetseite. Neben einem digitalen Schaufenster mit über 90 Prozent des lokalen Einzelhandels umfasst die Seite auch einen Pflegefinder sowie Informationen zu den Ärzten und Apotheken der Stadt. Die Internetseite dient außerdem als Willkommensseite im freien WLAN von Grevesmühlen. So fördert die Stadt die lokale Wirtschaft und stellt den Bürgerinnen und Bürgern ein Portal zur Verfügung, das sie in allen Lebenslagen mit ortsbezogenen Informationen unterstützt.

Lösungsbeschreibung

Seit 2019 ist Grevesmühlen eine der 13 Modellstädte Smart Cities des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und wird mit 750.000 Euro für die Entwicklung zur Smart City gefördert. Im Frühjahr 2020 wurde die Digitale Stadt Grevesmühlen GmbH gegründet, welche die Koordination der Modellstadt Grevesmühlen übernommen hat. Die Entwicklung der Plattform www.grevesmühlen-erleben.de wird vollständig durch die BMI-Förderung finanziert.
Gegenstand der Digitalen Stadt ist die Planung, Projektierung, Umsetzung und Verstetigung von Maßnahmen zur urbanen Entwicklung der Stadt Grevesmühlen. Ziel ist es, die Plattform mit einzelnen Modulen wirtschaftlich auch nach dem Ende der Förderungsdauer zu betreiben. Unterstützend dazu haben Studierende der Hochschule Wismar verschiedene Geschäftsmodelle entwickelt, die es umzusetzen gilt.
Das Stadtportal www.grevesmühlen-erleben.de ist eine auf die mobile Ansicht ausgelegte Internetseite. Das Design wurde möglichst einfach gehalten, wodurch sie für alle Endgeräte inklusive Auto-Navigationsgeräten geeignet ist. Die Plattform ist eine Eigenentwicklung der Digitale Stadt Grevesmühlen GmbH und wurde in der Open-Source-Web-Programmiersprache Angular geschrieben. Die Webseite wird von der Digitale Stadt Grevesmühlen GmbH selbst betrieben.
Die Hauptgeschäftsstraßen der Grevesmühler Innenstadt sind mit einem WLAN von bis zu 300 MBit/s und einer maximalen Teilnehmerzahl von 2.000 Benutzenden ausgestattet. Die Internetseite www.grevesmühlen-erleben.de ist die Willkommensseite des öffentlichen WLANs. Das Stadtportal ist als Baukastensystem aufgebaut. Die einzelnen Anwendungen sind modular auf der Startseite hinterlegt. So kann sie sukzessive um neue Anwendungen erweitert werden. Auf einer interaktiven Karte sind der lokale Einzelhandel in verschiedenen Kategorien, Restaurants, Bäckereien, Apotheken und Ärzte sowie Sportanlagen, Vereine und Freizeiteinrichtungen eingezeichnet. Die Inhalte der einzelnen Einträge werden von der Digitale Stadt Grevesmühlen GmbH auf Zuarbeit der Akteure gepflegt. Über eine Schnittstelle zu Google Maps kann man sich mit einem Klick direkt zu der jeweiligen Adresse navigieren lassen. Ein digitales Schaufenster präsentiert knapp 90 Prozent des lokalen Einzelhandels. Es werden Informationen zu dem Laden sowie Bilder des Ladens dargestellt und darüber informiert, ob ein Lieferservice verfügbar ist. Außerdem können die Läden Speisekarten oder Angebote in einem Download-Bereich zur Verfügung stellen. Darüber hinaus gibt es Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt mit Bildern aus verschiedenen Jahrzehnten. Ein Newsfeed integriert Nachrichten und Meldungen von der Lokalpresse, des Lokalfernsehens und öffentliche Bekanntmachungen der Stadt in das Stadtportal. Dafür gibt es Schnittstellen zu dem Youtube-Kanal von GrevesmühlenTV und den Artikeln der Ostsee-Zeitung. Außerdem gibt es einen Veranstaltungskalender mit Informationen zu Veranstaltung in Grevesmühlen, dem Veranstalter und dem Ort. Die Veranstaltungen sind in sechs Kategorien gegliedert, sodass nach Interessen gefiltert werden kann. Sie werden über eine API-Schnittstelle zum Tourismusverband e. V. aktuell gehalten. In dem Bereich Gesunde Stadt ist ein Pflegefinder integriert, in dem Nutzende online die benötigte Betreuung auswählen können. Der Pflegefinder ist eine Schnittstelle zu einem Anbieter, der das gesamte Back-End verwaltet.
Initiiert wurde der Prozess von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in der AG Digitale Stadt Grevesmühlen engagierten. Seit 2019 ist Grevesmühlen eine der 13 vom BMI geförderten Modellstädte im Bereich "Smart Cities" und setzt dafür verschiedene innovative Projekte um. Seitdem steuert ein Beauftragter das Projekt „Digitale Stadt“ und wird dabei von der AG Digitale Stadt weiter unterstützt. Seit dem Frühjahr 2020 übernimmt die Digitale Stadt Grevesmühlen GmbH die Abwicklung des Projektes.
Die Bürgerinnen und Bürger wurden eng in den Prozess eingebunden. In verschiedenen Workshops haben unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gemeinsam Ideen für die Digitale Stadt Grevesmühlen entwickelt. Während des gesamten Prozesses wurden außerdem die jeweiligen Bedürfnisse der beteiligten Akteure abgefragt und aufgenommen. Beispielsweise wurden bei der Entwicklung des digitalen Schaufensters Workshops mit dem lokalen Einzelhandel durchgeführt. 2019 wurde das kostenfreie WLAN in der Grevesmühler Innenstadt eingeführt. Kurz danach startete das Portal www.grevesmühlen-erleben.de, das auch die Startseite des öffentlichen WLANs ist. Zu Beginn enthielt die Internetseite ein Branchenbuch mit Suchfunktion und Navigation zum Zielobjekt. Stufenweise wird das Projekt weiterentwickelt und um neue Anwendungen ergänzt. Die Plattform www.grevesmühlen-erleben.de wird stetig weiter ausgebaut und neue Module werden geschaffen.
Das Stadtportal ist als Startseite im öffentlichen WLAN der Innenstadt hinterlegt. So werden auch Touristinnen und Touristen auf das Portal aufmerksam und bekommen eine gute Übersicht über den lokalen Einzelhandel und die Restaurants der Stadt. Dadurch trägt das Projekt zum Erhalt der Innenstädte bei und unterstützt die lokale Wirtschaft. Warnungen von Polizei, Feuerwehr und Versorgungsträgern werden als wichtige Nachrichten mit Ortsbezug vorrangig platziert. Bürger und Bürgerinnen können das Stadtportal selbst mitgestalten und Inhalte für die Internetseite beitragen. Im Team engagieren sich sieben bis zehn Personen.
Die Digitale Stadt Grevesmühlen GmbH plant, koordiniert und setzt im Auftrag der Stadt Grevesmühlen im Rahmen der kommunalen Ziele und Strategien des Modellprojektes Smart Cities sämtliche digitale Aktivitäten um. Alle Dienstleistungen entsprechen den aktuellen Datenschutzbedingungen. Bei einem Besuch der Webseite der Digitale Stadt Grevesmühlen GmbH werden statistische Daten über die Besuchenden erhoben. Es wird erfasst, welcher Internetbrowser verwendet, welche Seite oder Datei wann angefordert wurde und von welcher Webseite man auf die Webseite der Digitalen Stadt Grevesmühlen GmbH gelangt ist. Der Bezug zu einzelnen Besuchenden ist nicht herstellbar.

Kommunen

Das Projekt wird in folgenden Kommunen umgesetzt:

Grevesmühlen, Mecklenburg-Vorpommern

bis 20.000 Einwohner

Land

Auf der Karte anzeigen

Das Stadtportal der 10.000 Einwohner-Stadt hat im Durchschnitt täglich 100 aktive Nutzerinnen und Nutzer, welche auch auf der Internetseite Module anklicken. Rund 5.000 Nutzende wählen sich täglich auf der Seite ein, die meisten von ihnen über die Startseite des öffentlichen WLANs. Das Projekt unterstützt den Erhalt der Innenstadt und fördert die lokale Wirtschaft. Der Bereich Gesunde Stadt und der integrierten Pflegefinder gibt den Einwohnerinnen und Einwohnern eine gute Übersicht über das Angebot in der Stadt. Dadurch verbessert es die lokale Gesundheitsversorgung.

Circa 90 Prozent des Einzelhandels sind im digitalen Schaufenster vertreten. Am 17.03.2020 mussten die meisten Einzelhandelsgeschäfte der Stadt für ihre Kunden und Kundinnen schließen. Innerhalb von einer Woche ist über das Portal ein Lieferservice eingerichtet worden, der von den Einzelhändlern in großem Umfang genutzt wurde.

Das Projekt ist sehr einfach auf andere Kommunen übertragbar. Durch das öffentliche WLAN und das Stadtportal im Baukastensystem wurde mit einfachen, bürgernahen Anwendungen ein Fundament gesetzt, auf dem weitere Projekte aufbauen können und in die bestehenden Plattformen integriert werden können. Für die Entwicklung der Plattform wurden die Open Source Programmiersprachen Angular und Contao genutzt. Die Modellstädte Smart City des BMI fungieren als Pilotstädte und haben daher das Ziel der Informationsweitergabe. Dazu gibt es auch einen regelmäßigen offenen Austausch unter den Modellstädten.

Beteiligte Partner*innen