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KommunalCampus als innovative Plattform für modulare und zertifizierte Weiterbildungsangebote

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem Land Hessen für den KommunalCampus

© MRN/Schwerdt

Ziel/Nutzen der Lösung

KommunalCampus ist eine internetbasierte, interkommunale Weiterbildungsplattform. Sie verknüpft die Bildungs- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter*innen in Kommunen mit deren Bedarfen. Die Funktionen und Matching-Algorithmen ähneln beispielsweise denen von Urlaubsportalen im Internet. Somit können bedarfsgerechte Lehr- und Lernbausteine für individuelle Weiterbildungsbedarfe identifiziert und kombiniert werden. Das Projekt bringt Bildungsanbieter und kommunale Verwaltungen zusammen und fördert gezielt die Qualifikation kommunaler Mitarbeiter*innen.

Lösungsbeschreibung

Das Land Hessen hat die Themenpatenschaft für das Projekt KommunalCampus übernommen und fördert das länderübergreifende Projekt mit 250.000 Euro.
Die Finanzierung wird durch das Bundesland Hessen sichergestellt. Die im Finanzierungsrahmen vorgesehen Investitionskosten entstehen einmalig. Im laufenden Betrieb werden überwiegend nutzungsabhängige Betriebskosten anfallen, die sich gut kalkulieren und entsprechend umlegen lassen (z. B. Kosten für Module, Dozenten und Räume). Fixkosten, wie zum Beispiel der Betrieb der Plattform, werden auf die Kursgebühren umgelegt. KommunalCampus wird voraussichtlich im zweiten Jahr finanziell unabhängig sein. Diese Annahme beruht auf einer Marktanalyse für Fort- und Weiterbildungsbedarfe sowie entsprechender Angebote auf kommunaler Ebene.
Die Ausgestaltung folgt als Plattform-Modell. Dabei bildet eine personalisierte Lernplattform die Basisarchitektur. Es können Benutzerprofile zur Personalisierung der Angebote angelegt werden. Der Betrieb der Plattform erfolgt automatisch.
Der KommunalCampus basiert auf drei zentralen funktionalen Bausteinen. Lernplattform: Eine personalisierbare Lernplattform bildet die technische Basisarchitektur für die Anlage einer dynamischen Bibliothek von modularen Bildungsinhalten. Ein Lernmodul besteht zu unterschiedlichen Teilen aus Online- und Offline-Elementen. Die Online-Elemente bilden dabei die Grundlage für die Vor- und Nachbereitung der Präsenzveranstaltungen und sollen als Massive Open Online Courses (MOOC) ausgestaltet werden. Benutzerprofile zur Personalisierung der Angebote: Zur Personalisierung der Angebote werden dynamische Benutzerprofile angelegt, die auf bereits vorhandenen Kompetenzen, persönlichen Interessen und beruflichen Zielen der Nutzer*innen basieren und durch allgemeine Anforderungen an digitale Kompetenzen sowie spezifische Anforderungen aus den jeweiligen Tätigkeitsprofilen ergänzt werden können. Anhand der daraus resultierenden Informationen und basierend auf den vielfältigen Modulen der verschiedenen Bildungsanbieter kann ein individueller Lehrplan für die Nutzer*innen automatisiert erstellt werden, der regelmäßig regelmäßig aktualisiert wird. Auslöser für eine Aktualisierung des Lehrplans sind neue Kursangebote, Änderungen im Benutzerprofil sowie abgeschlossene Module. Automatisierung der Prozesse: Zur Realisierung der genannten Funktionen der Plattform sollen Schritt für Schritt neue und innovative Technologien, wie z. B. ein KI-basierter Chatbot zur Erstellung der Benutzerprofile, eingesetzt werden. Ziel ist es, den Automatisierungsgrad, vor allem bei der Auswertung und Aktualisierung der Profile schrittweise zu erhöhen.
Zur Durchführung des Projekts wird eine Genossenschaft mit den an einer Gründungsmitgliedschaft interessierten Kommunen der Region Rhein-Neckar gegründet.
Das Projekt wird seit Beginn von einem Beirat begleitet, welcher sowohl die Interessen der Partner vertritt als auch inhaltlich beratend unterstützt. Der Beirat ist mit Vertreter*innen aus allen relevanten Bereichen besetzt: Vertreter*innen der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, der Kommunalverwaltung aus den drei beteiligten Bundesländern, der Industrie- und Handelskammern sowie der Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen. Wesentliche Aufgabe des Beirats ist die Vorbereitung der Gründung einer Genossenschaft. In der Gründungsversammlung Ende 2021 soll die Satzung durch die Gründungsmitglieder beschlossen und in der Folge die Genossenschaft beim Registergericht eingetragen werden. Die Gründungsmitglieder werden aus der Region Rhein-Neckar stammen. Das operative Geschäft und damit die inhaltliche Durchführung des Projekts kann von der Genossenschaft übernommen werden. Diese wird von den Projektträgern unterstützt.

Kommunen

Das Projekt wird in folgenden Kommunen umgesetzt:

Stadt Viernheim, Hessen

20.000 bis 50.000 Einwohner

Stadt

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Stadt Worms, Rheinland-Pfalz

50.000 bis 100.000 Einwohner

Stadt

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Stadt Landau, Rheinland-Pfalz

20.000 bis 50.000 Einwohner

Stadt

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Kreis Bergstraße, Hessen

100.000 bis 500.000 Einwohner

Stadt

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Stadt Ludwigshafen am Rhein, Rheinland-Pfalz

100.000 bis 500.000 Einwohner

Stadt

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Mannheim, Baden-Württemberg

100.000 bis 500.000 Einwohner

Stadt

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Durch die Plattformlösung wird die nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden wesentlich vorangetrieben. Dies wird mithilfe innovativer Lösungen erreicht, bei denen qualitativ hochwertige Bildungsangebote geschaffen werden. Erreicht wird dieses Ziel durch die einzigartige Kooperation unterschiedlicher lokaler, regionaler und überregionaler Partner.

Die Kommunen profitieren in vielerlei Hinsicht von dem Angebot. Den Mitarbeiter*innen wird genau das Programm angeboten, welches ihnen auch in der eigenen Tätigkeit unmittelbar weiterhilft. Gleichzeitig ermöglicht die Kombination aus Online- und Präsenzveranstaltungen eine bedarfsgerechte Planung des Weiterbildungseinsatzes, sodass die Kommunen weniger auf die Anwesenheit ihrer Mitarbeiter*innen verzichten müssen. Schließlich führen verbesserte individuelle Kompetenzen sowie Lernerfolge in den relevanten Bereichen zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und wirken damit langfristig auf eine positive Mitarbeiterentwicklung hin. Darüber hinaus stehen auch die Verwaltungen untereinander und vor allem mit der Wirtschaft im Wettbewerb um Fachkräfte. Attraktive Aus- und Weiterbildungsangebote können sich an dieser Stelle positiv auswirken.

Im Rahmen des IT-Planungsratsprojekts „eGov-Campus“ werden zahlreiche Module für den Erwerb von Zukunftskompetenzen entwickelt, um diese auf den interoperablen Plattformen bereitzustellen. Diese können gleichzeitig auch auf anderen Plattformen eingerichtet werden. Die Kompatibilität der Systeme und Plattformen aller Beteiligten im Bildungsbereich ist unerlässlich für die Interaktion zwischen den Plattformen (u. a. openHPI, eGov-Campus und KI-Campus).

Die Realisierung der technischen Plattform orientiert sich an bereits bestehenden Lösungen (u. a. Hasso-Plattner-Institut oder SAP). KommunalCampus ist eine Open-Source-basierte Lernplattform vom Herrn Prof. Meinel. Gleiche Lösungen sind bereits im Einsatz bei der WHO, SAP und dem HPI selbst, worüber Lehren- und Lernen ermöglicht wird. Besonders das HPI konnte hier bereits Erfahrung sammeln. Damit Lehr- und Lerninhalte auch anderen Partnern zugänglich gemacht werden kann, kommt dem Thema Interoperabilität eine große Bedeutung zu. Das Zusammenspiel zwischen den Plattformen wird ermöglicht, um in Zukunft per Schnittstellen die Module bereitzustellen.

Beteiligte Partner*innen