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preRESC - Datenbasierte Ressourcenplanung im Rettungsdienst

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© umlaut SE

Ziel/Nutzen der Lösung

Die Stadt Aachen ist als Träger des Rettungsdienstes in der Pflicht, schnelle und qualifizierte Hilfe bei Notfällen für die Bevölkerung bereitzustellen. Das Projekt preRESC analysiert die aktuellen und künftigen Herausforderungen des Rettungsdienstes, identifiziert Potenziale und entwickelt geeignete datenbasierte Ansätze der effizienteren Ressourcendisposition. Ziel ist es, die flächendeckende Notfallversorgung sicher zu ermöglichen und den Erreichungsgrad der Hilfsfristen in der Stadt Aachen zu erhöhen. Aufbauend auf dem vorgegebenen Bedarfsplan konzentriert sich das Projekt auf die Optimierung der Ressourcenverwendung. Es zielt darauf ab, trotz eventueller Engpässe die bestmögliche Versorgungsqualität zu gewährleisten.

Lösungsbeschreibung

Das Projekt wird durch das Programm "Digitale Verwaltung NRW" des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 725.000 Euro. Davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen ca. 468.000 Euro.
Für die Analyse und Optimierung des Ressourceneinsatzes wird eine eigene Software entwickelt. Zusätzlich entwickeln die Projektverantwortlichen Algorithmen, um die aktuelle Bedarfsplanung zu bewerten und eine optimierte taktisch-operative Planung zu erreichen. Hierbei spielt die Integration weiterer Datenmengen eine wichtige Rolle.
Durch die Integration lässt sich die reine Datenanalyse historischer Daten ausweiten und ermöglicht die Erstellung von Prognosen und Trends. Zu den analysierten Daten gehören unter anderem Wetterdaten, Bevölkerungsdaten, medizinische Ausstattung, operative Daten und Verkehrsdaten. Darüber hinaus ist die Gestaltung der Datenschnittstellen inklusive einer Definition von Input- und Output-Größen wichtig. Die Datenschnittstellen stellen eine Verbindung zu bestehenden Bestandssystemen, wie beispielsweise der Leitstelle der Feuerwehr, her.
Zu Beginn des Projekts wurde ein Konzept inklusive Anforderungsmanagement entwickelt. Im Anschluss führten die Projektverantwortlichen eine Befragung mithilfe eines Fragebogens durch und führten Experteninterviews, die einen Überblick über die relevanten Fragestellungen geben. Thematisiert wurde unter anderem, welche Faktoren das Einsatzaufkommen und die Routenplanung im Rettungsdienst beeinflussen.
Darüber hinaus befassten sich die Fragen mit möglichen Analysemethoden, die eine verlässliche Prognose zum Einsatzaufkommen und zur Routenplanung liefern können. Im Anschluss findet die Auswertung der Antworten statt, die die Basis für die technische Umsetzung und Überprüfung bilden. Im nächsten Schritt bauen die Projektverantwortlichen die prototypische Software auf, die anschließend in den Einsatz übergeht.
Die Software preRESC optimiert die Ressourcenplanung des Rettungsdienstes. Dadurch gewährleistet sie, dass die Rettungskräfte die gegebene zeitliche Frist zur Erreichung der Einsatzstelle, soweit es möglich ist, nicht überschreiten. Dadurch wird die medizinische Notfallversorgung sichergestellt und bietet einen Mehrwert für die Bevölkerung. Darüber hinaus entlastet preRESC das Personal, da die Einsätze und Disposition der Rettungskräfte optimiert werden.
Die Programmierung der Datenschnittstellen und damit einhergehenden Definition der Input- und Output-Größen beinhaltet ebenso eine Betrachtung des Datenschutzes. Hierbei wird datenschutzrechtlich abgesichert, in welchem Rahmen Daten verwendet werden dürfen.

Kommunen

Das Projekt wird in folgenden Kommunen umgesetzt:

Stadt Aachen, Nordrhein-Westfalen

100.000 bis 500.000 Einwohner

Stadt

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Die optimierte Nutzung der Rettungsdienstressourcen sorgt für eine zuverlässige und sichere medizinische Versorgung der Menschen. PreRESC leistet einen Beitrag zur Sicherstellung der Notfallversorgung in der vorgegebenen Hilfsfrist.

Durch den modularen Aufbau wird die Software auch für andere Kommunen in den Modellregionen nutzbar und anpassbar sein. Der logische Aufbau und die programmierungstechnischen Hintergründe erlauben verschiedene Anpassungsmöglichkeiten der Software je nach verwendeter Technik in der Kommune.

Wenn die Datenschnittstellen gezielt an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden, dann ist eine Anwendung der Software ebenfalls in anderen Kommunen möglich. Die Software wird im Anschluss an das Projekt überarbeitet und in das Portfolio der Umlaut SE aufgenommen. Das Ziel ist das Angebot einer dauerhaften Umsetzungslösung für Kommunen.

Beteiligte Partner*innen