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VIZIT - Virtuelle Integration dezentraler Ladeinfrastruktur in Taxistände

Projektlogo VIZIT

© Stadt Dortmund

Ziel/Nutzen der Lösung

Das Projekt VIZIT erarbeitet ein Konzept zur Bereitstellung von öffentlicher Ladeinfrastruktur für Taxen und setzt es in Dortmund um. Der Ausbau und die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur an vorhandenen Taxiständen ist aufgrund von baulichen Hindernissen schwierig. VIZIT löst das Problem durch eine virtuelle räumliche Erweiterung der Taxistände auf die umliegende öffentliche Ladeinfrastruktur. So erhalten auch Taxen, die umliegende Ladestationen verwenden, einen virtuellen Platz in der bestehenden Warteschlange auf die nächsten Kunden. Das vereinfacht die Nutzung von Elektrofahrzeugen als Taxen und senkt so die Emissionsbelastung in der Innenstadt.

Lösungsbeschreibung

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitalisierung (BMDV) fördert das Projekt im Förderbereich Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme mit knapp 500.000 Euro. Die Förderquote beträgt 85 Prozent.
Im Projekt werden Betreibermodelle zur Nutzung von Ladeinfrastruktur durch Taxiunternehmen oder auch Pflegediensten und anderen Branchen entwickelt. Die Betriebsdaten der Ladeinfrastruktur aus dem Projekt dienen als Basis für mögliche Einsatzkonzepte und Geschäftsmodelle für einen marktorientierten und netzdienlichen Betrieb der Ladeinfrastruktur.
Im Projekt wird ein System erarbeitet, um Ladeinfrastruktur für Taxen bereitzustellen. Das System integriert umliegende Ladeinfrastruktur in die Warteschlangen an Taxiständen. Kundinnen und Kunden können zum Beispiel über eine App oder eine andere Schnittstelle ein Taxi buchen. Außerdem informiert ein Display die Wartenden am Taxistand über das nächste freie Taxi.
Die vorhandenen Taxistände werden in dem Projekt virtuell erweitert, um in Innenstädten Raum für Ladeinfrastruktur zu schaffen. Beispielsweise an Bahnhöfen von Großstädten ist oftmals kein Platz für Ladeinfrastruktur an den Taxiständen. Mit der Projektlösung stehen auch Taxen, die an der umliegenden Ladeinfrastruktur geladen werden, in der Warteschlange für die nächsten Kunden. Dafür sollen Displays verwendet werden, die den Kundinnen und Kunden anzeigen, welches Taxi als Nächstes verfügbar ist. Außerdem werden Daten über die Nutzung der Ladeinfrastruktur in Dortmund gesammelt und auf deren Basis mögliche Geschäftsmodelle für einen langfristigen Betrieb entwickelt.
Zunächst haben sowohl die Stadt Dortmund als auch die TU Dortmund eine Anforderungsanalyse der beteiligten Akteure durchgeführt und den Pilotraum identifiziert. Im zweiten Schritt folgt die Konzeptentwicklung. Das wird im Pilotbetrieb in Dortmund getestet. Im letzten Schritt werden mit den gesammelten Daten Geschäftsmodelle für die Übertragbarkeit in andere Gebiete sowie den langfristigen Betrieb entwickelt.
Im Projekt werden verschiedene Fragestellungen zur Schaffung von virtuellen Taxiständen behandelt. Das Projektteam erarbeitet den Ablauf der Zuordnung und Reservierung von öffentlicher Ladeinfrastruktur. Außerdem sucht es Lösungen für die kommunikationstechnischen Herausforderungen bei der Erfassung und Übermittlung benötigter Informationen sowie für die Verarbeitung der innerhalb des Prozesses anfallenden Daten.
Das Projekt fördert die Nutzung von Elektromobilität im innerstädtischen Bereich. Den Taxiunternehmen und Taxifahrern wird der Zugang zur Elektromobilität erleichtert. Die Branche eignet sich durch die kurzen Fahrten und Standzeiten besonders gut für die Elektrifizierung. So werden die CO2-Emissionen des innerstädtischen Verkehrs gesenkt.

Kommunen

Das Projekt wird in folgenden Kommunen umgesetzt:

Dortmund, Nordrhein-Westfalen

über 500.000 Einwohner

Stadt

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Die Stadt Dortmund und die TU Dortmund fördern mit dem Projekt die Verbreitung von E-Taxen. Ein Taxi mit reinem Verbrennungsmotor stößt jährlich im Durchschnitt zehn Tonnen CO2 aus. VIZIT senkt so die Emissionsbelastung in Innenstädten. Darüber hinaus wird auch ein Konzept zur Übertragung des Systems auf andere Branchen erarbeitet. Langfristig erhöht das Projekt so den Anteil des emissionsarmen Verkehrs.

Der Ansatz des Projektes ist sowohl auf andere Kommunen für die Taxiinfrastruktur übertragbar als auch auf andere Branchen und Mobilitätsformen. Das Konzept soll auch auf E-Mietwagen und Sharing-Konzepte angewendet werden. Außerdem wird untersucht, ob es auf andere Branchen mit kurzen Fahrzeiten und Standzeiten, wie beispielsweise Pflegedienste übertragen werden kann.

Beteiligte Projektpartner