Dr. Ute Günther

© Business Angels Netzwerk Deutschland e.V.

„Auf der einen Seite investiert der Angel eigenes Kapital in eine junge vielversprechende Firma, der 'zweite Flügel' ist persönlicher Einsatz. Der Business Angel steht den Gründern mit Rat und Tat zur Seite, hilft mit Know How und seinen persönlichen Verbindungen und Netzwerken. Aber auf dem Kopf sitzt immer der Businesshut“, erklärt die promovierte Philosophin .

Bundesweiter Dachverband der „Investoren mit zwei Flügeln“ ist das Business Angels Netzwerk Deutschland, Dr. Ute Günther ist einer der beiden Vorstände des Vereins. Selbst ist sie jedoch nicht als Business Angel tätig. „Und das ist auch gut so. Sonst würde ich doch immer, wenn ich ein spannendes neues Unternehmen kennenlerne, selbst die Finger im Omelett haben wollen.“ Sie sieht ihre Aufgabe darin, die Business Angel-Kultur in Deutschland voranzutreiben und potenzielle Interessenten für diese Form des Engagements zu motivieren. Wichtig sei zudem eine bessere Sichtbarkeit der Investmentform: „Dieser Markt hat etwas von einem Eisberg – der größere Teil findet für Außenstehende unsichtbar unter der Oberfläche statt.“

Als Vertreterin der Investorenseite arbeitet Günther im Beirat Junge Digitale Wirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit und freut sich über die dort vorhandene Entschlossenheit, das Thema voranzutreiben. „Innovative Start-ups sind die Zukunft unserer Volkswirtschaft. Das Thema ‚Frühphasenfinanzierung‘ ist in der Politik angekommen. Jetzt begeben wir uns auf die Überholspur. Mit dem INVEST Zuschuss Wagniskapital gelingt es, mehr Kapital und Know-how auch durch neue Business Angels verfügbar zu machen. Die für 2017 geplanten Verbesserungen von INVEST werden helfen, in die Spitzengruppe der Start-up Nationen aufzurücken.“