6 Bilder von Start-ups ind Deutschland; Arbeitssituationen

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Im Silicon Valley findet sich eine Mischung aus Start-ups und großen etablierten Unternehmen, die im permanenten ideellen und auch personellen Austausch sind. Außerdem ist das Valley die Heimat zahlreicher hervorragender Forschungseinrichtungen und Universitäten, die Gründungen stark unterstützen. Es herrscht eine Kultur aus Experimentierfreude, Informationsaustausch und Risikobereitschaft. Die Kombination dieser Elemente führt zum Erfolg.

Niklas Rohrwacher, Gründer des Berliner Start up-Campus Factory erklärt das Phänomen Hub wie folgt: „Ein Hub ist eine Plattform, die Menschen zusammenbringt, die miteinander relevante Wissensbeziehungen aufbauen. Wir agieren auf der Basis eines weltweiten Innovationsnetzwerks und schauen genau: Welches Start-up da draußen passt zu welchem Mittelständler und wie können die beiden zusammenarbeiten?“

In Deutschland entsteht gerade eine Reihe solcher Digital Hubs, in denen sich Start ups, Wissenschaft, Mittelstand und Industrie zusammenschließen und zu Zentren der digitalen Transformation werden. Deutschland ist als weltweit führende Industrienation bekannt, unsere Stärke ist hochwertiges Know-how in verschiedensten Industriezweigen. Start-ups können von diesem Wissen, den Erfahrungen und Netzwerken der großen Unternehmen lernen und sich besser positionieren. Aber auch etablierte Unternehmen können durch eine solche Zusammenarbeit profitieren und digitale Innovationssprünge machen. Es ist gerade diese Vernetzung zwischen etablierter Wirtschaft und Start-ups, die noch der Unterstützung bedarf.

Mit dem Nationalen IT-Gipfel startet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)  daher die Digital Hub Initiative. Ziel dieser Initiative ist es, bundesweit etwa 10 bis 12 nationale Hubs in verschiedenen Regionen Deutschlands zu etablieren und in ihnen die Zusammenarbeit zwischen Industrie, mittelständischen Unternehmen und Start-ups zu intensivieren. Die Digital Hubs in Dortmund, Frankfurt, Hamburg, München und Berlin sind Teil der Initiative.

Ein zentraler Punkt der Digital Hub Initiative des BMWi ist die nationale und internationale Vernetzung der einzelnen Hubs. Um diese optimal zu gewährleisten, wird mit der Hub Agency eine zentrale Geschäfts- und Koordinationsstelle errichtet. Zudem gilt es, unser Land auch als Standort für Digitalindustrie und attraktiven Ort für die Gründung neuer innovativer und dynamischer Unternehmen international in den Fokus zu rücken. Unter der gemeinsamen Dachmarke de.hub werden wir unsere digitalen Hubs mit Hilfe von "Germany Trade and Invest" im Ausland bewerben, um ihre internationale Ausstrahlungskraft zu erhöhen und Gründer, Start-ups, Investoren und Fachkräfte aus dem Ausland in Kontakt mit ihnen zu bringen. Das ist in den Augen von Helmut Schönenberger, Geschäftsführer von UnternehmerTUM, dem Zentrum für Innovation und Gründung an der Technischen Universität München, elementar: „Für uns ist die Digital Hub Initiative extrem wichtig, weil sie uns die Möglichkeit gibt, auch noch stärker international präsent zu sein.“