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Arbeitsgruppe „Arbeit, Aus- und Weiterbildung“

Einleitung

Industrie 4.0 verändert die Arbeitswelt. Neue Arbeitsbereiche entstehen, alte Bereiche sind im Wandel. Aus- und Weiterbildung sowie Beschäftigungsmodelle werden neu gestaltet.

Der Übergang in eine vernetzte Industrie und eine gute Arbeitswelt von morgen kann nur gelingen, wenn alle – vom Unternehmer bis hin zum Arbeitnehmer – in den Veränderungsprozess einbezogen werden. Die Expertinnen und Experten der Plattform Industrie 4.0 bringen dafür Bildungsverantwortliche aus den Unternehmensführungen und Betriebsräte zusammen, um Leitfragen zur Arbeit, Aus- und Weiterbildung zu diskutieren.

Ziel der Arbeitsgruppe „Arbeit, Aus- und Weiterbildung“ ist es, die anstehenden Veränderungen proaktiv und sozialpartnerschaftlich zu gestalten.

Die Arbeitsgruppe zeigt mit Handlungsempfehlungen und Best Practices auf, wie qualifizierte, digitalisierte Arbeit in den Betrieben gestaltet werden kann.

Ein wichtiges Ergebnis der Arbeitsgruppe ist der Wegweiser „Die digitale Transformation im Betrieb gestalten – Beispiele und Handlungsempfehlungen für Aus- und Weiterbildung“. An dem 70 Seiten starken Werk haben über 60 Arbeitnehmer- und Unternehmensvertreter aus Konzernen wie Mittelständler mitgewirkt. Der Wegweiser enthält drei zentrale Ergebnisse:

  • Fünf Handlungsempfehlungen an die Politik, wie der Rahmen für eine konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure sichergestellt und der Erwerb von Fähigkeiten und Wissen für Industrie 4.0 ermöglicht werden kann
  • Sechs Handlungsempfehlungen an die Unternehmen, worauf bei Entwicklung individueller, digitaler Bildungsprojekte im Betrieb zu achten ist
  • 16 betriebliche Best Practice-Beispiele von gelebter Qualifizierung 4.0 und Arbeit 4.0, die anderen Unternehmen Orientierung bieten und motivieren, eigene Aktivitäten zu initiieren

Die Expertinnen und Experten der Arbeitsgruppe arbeiten daran, den Trend Künstliche Intelligenz auch im betrieblichen Lernkontext zu etablieren und zu erklären. Zusätzlich will die Arbeitsgruppe Chancen und Bedeutung des agilen Arbeitens aufzeigen.

In sozialpartnerschaftlicher Zusammenarbeit wirkt die Arbeitsgruppe als praxisnaher „Resonanzboden“ und Vordenker für die zukünftige Arbeitswelt der Industrie.

Durch die gleichberechtigte Mitwirkung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei der Gestaltung der Arbeit von morgen entstehen zudem bessere Ergebnisse und Lösungen. Die Arbeitsgruppe „Arbeit, Aus- und Weiterbildung“ zeigt, dass die Sozialpartnerschaft auch im digitalen Zeitalter ein Erfolgsmodell bleibt:

  • Mit den Sozialpartnerdialogen auf der Hannover Messe hat die Arbeitsgruppe 2016, 2017 und 2018 ihre Ergebnisse einem breiten Experten-Publikum präsentiert. Die Ergebnisse der Sozialpartnerdialoge sind in einer Publikation zusammengefasst.
  • Der Dialog zeigt Wirkung. Die Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe sind in die Neuordnung der Ausbildungsverordnung der industriellen Metall- und Elektroberufen eingeflossen.

Zusätzlich will die Arbeitsgruppe Qualifizierung im „white collar“ Bereich in ihre Betrachtungen aufnehmen und weiterhin die Neuordnung der Ausbildungsverordnungen begleiten. Sie arbeitet zudem an einer Strategie zur Akzeptanz für Industrie 4.0 in den Betrieben.

Knapp 40 Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter aus Konzernen und aus mittelständischen Unternehmen treffen sich vier bis fünfmal im Jahr. In zwei Unterarbeitsgruppen und einer Vordenkergruppe wird zusätzlich diskutiert und Ergebnisse produziert:

  • Unterarbeitsgruppe: Künstliche Intelligenz
  • Unterarbeitsgruppe: Organisation und Qualifikation (wurde von der Arbeitsgruppe "Sicherheit vernetzter Systeme" initiiert, Mitglieder der Arbeitsgruppe "Arbeit, Aus- und Weiterbildung" nehmen teil)
  • Vordenkergruppe: Agiles Arbeiten

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