Künstler stricht alles in gelb; Quelle: Fabian Brennecke

© Fabian Brennecke

Am Anfang war der Frosch. Dieser hatte die Redensart „Sei kein Frosch!“ selbstbewusst ignoriert, ein Superhelden-Cape und eine dazu passende Brille angelegt und den Sprung gewagt – auf die Titelseite einer Broschüre, in der das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erstmalig die Kultur- und Kreativpiloten Deutschland präsentierte. Das war im Jahr 2010. Ausgezeichnet wurden Frauen und Männer, die in 32 kleinen und mittleren Unternehmen innovative kreative Ideen ausgearbeitet und ins Werk gesetzt hatten.

Der Frosch ist Geschichte, der Wettbewerb Kultur- und Kreativpiloten ist geblieben. Inzwischen ist ein Papierflieger Symbol der Innovationen aus und in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Ein großes und buntes Gedränge herrschte auf der Bühne, als sich alle Preisträgerinnen und Preisträger aus abermals 32 ausgezeichneten Unternehmen bei der diesjährigen Preisverleihung am 23. November zum Gruppenbild im Berliner Postbahnhof versammelten. Mittendrin auch die Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries. Gemeinsam mit Dr. Günter Winands von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien hatte Staatssekretärin Zypries zuvor den Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2016 ihre Urkunden und Trophäen – kleine Nachbildungen von Papierfliegern in unterschiedlichen, leuchtenden Farben – überreicht. Die Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2016 erfahren nicht nur Anerkennung, sie werden Teil eines großen Netzwerks, in dem sie wertvolle Kontakte knüpfen und sachkundigen Rat und Coachings erhalten können.

Gruppenbild: Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2016; Brigitte Zypries in der Mitte

© Kathrin Heller, PIXEL & DOT PHOTOGRAPHY / BMWi

Die Bandbreite der prämierten Ideen, die aus mehr als 600 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt wurden, ist enorm. Sie umfasst analoge, aber natürlich in unserer Zeit auch zahlreiche digitale Innovationen und reicht von modischer und individueller Bekleidung für kleinwüchsige Menschen bis zu Virtual Reality zum Hören, von kuratierten audiovisuellen Mediatheken bis zu kontextbasierten Spielen und Apps. Bei diesen Anwendungen „weiß“ die Technologie, ob Nutzerin oder Nutzer beispielsweise bei Regen durch die Innenstadt läuft oder aber im Park in der Sonne sitzt. Entsprechend unterschiedlich reagiert sie. Was alle prämierten Ideen jedoch eint, fasste Brigitte Zypries zusammen: „Ihre Innovationskraft ist beeindruckend. Unsere „Kultur- und Kreativpiloten“ sind Unternehmer und Unternehmerinnen, die unkonventionelle Ideen mutig umsetzen.“

Die ganze Vielfalt der Kultur- und Kreativpiloten Deutschland zeigt die offizielle Wettbewerbsbroschüre, diese steht unter www.kultur-kreativ-wirtschaft.de zum Download bereit.