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Digitalisierungsindex

Wie digital fortgeschritten ist die deutsche Wirtschaft? Wo gibt es Unterschiede zwischen Regionen sowie Unternehmen verschiedener Branchen und Größen? Diese und weitere Fragen beantwortet der Digitalisierungsindex, indem er jährlich den digitalen Status quo der deutschen Wirtschaft abbildet.

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Kernergebnisse des Digitalisierungsindex 2020

Die Coronapandemie im Jahr 2020 hat in Deutschland für einen deutlichen Schub bei der Digitalisierung gesorgt und gezeigt, welche Möglichkeiten die Digitalisierung eröffnen kann. Es wurde jedoch auch deutlich, dass in vielen Bereichen noch Defizite bestehen.

Digitalisierung nach Branchen 

Zur Analyse von Branchenunterschieden bei der Digitalisierung wurden zehn Branchen bzw. Branchengruppen einbezogen. Der gewichtete Durchschnitt der Branchen wurde auf den Wert 100 festgelegt. Die Ergebnisse zeigen:

  • Am weitesten fortgeschritten bei der Digitalisierung sind die Informations- und Kommunikationsbranche (IKT, 273,0 Indexpunkte bzw. 273 Prozent des Branchen-Durchschnitts), der Fahrzeugbau (193,0 Indexpunkte) sowie die hier gemeinsam betrachteten Branchen Elektrotechnik und Maschinenbau (144,3 Indexpunkte).
  • Am wenigsten digitalisiert zeigt sich das Sonstige Produzierende Gewerbe, wozu unter anderem das Baugewerbe zählt, (55,6 Indexpunkte), die Tourismusbranche (64,4 Indexpunkte) und das Sonstige Verarbeitende Gewerbe, dem die Herstellung von Textilien angehört (66,7 Indexpunkte).

Digitalisierung nach Regionen

Für die Analyse nach Regionen wurden vier Bundeslandgruppen unterschieden (Nord, Ost, Süd, West), deren gewichteter Durchschnittsindex wiederum auf den Wert 100 festgelegt wurde. Die zentralen Ergebnisse sind:

  • Der Süden bestehend aus Bayern und Baden-Württemberg ist am weitesten digitalisiert (110,5 Indexpunkte). Hier haben sich besonders viele Unternehmen angesiedelt, die stark an digitalen Lösungen forschen, beispielsweise Unternehmen der Automobilindustrie.
  • Der Norden (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) ist mit 98 Indexpunkten durchschnittlich digital aufgestellt. Die Regionen punkten mit einem gut ausgebauten Breitbandnetz.
  • Der Osten (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) schneidet mit einem Wert von 94,2 Indexpunkten leicht unter dem Durchschnitt ab. Die neuen Bundesländer beherbergen einige Start-ups, die sich auf digitale Produkte und Dienstleistungen spezialisiert haben.
  • Den schlechtesten Wert erreicht der Westen (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland) mit einem Wert von nur 93,6 Indexpunkten. Hier haben sich nur wenige Branchen angesiedelt, die bei der Digitalisierung besonders fortschrittlich sind, zudem ist der Breitbandausbau noch nicht so weit vorangeschritten.

Messung der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland 

Der Digitalisierungsindex misst den Stand der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland mithilfe von 37 Indikatoren. Diese bilden jeweils verschiedene Dimensionen der Digitalisierung ab. Sie zeigen damit ein umfassendes Bild des Status quo der Digitalisierung von Unternehmen sowie des Umfelds, in dem diese aktiv sind. Aggregiert ergeben die Indikatoren einen Indexwert für die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland insgesamt.

Eine Übersicht über den Aufbau des Digitalisierungsindex finden Sie hier.

Im ersten Betrachtungsjahr 2020 ist der Digitalisierungsindex für Deutschland auf den Wert 100 normiert. Da es kein Vergleichsjahr gibt, lässt sich dieser Wert nicht interpretieren. Stattdessen sind im Jahr 2020 Vergleiche auf den unterschiedlichen Differenzierungsebenen – Branchen, Unternehmensgrößenklassen, Bundeslandgruppen und Regionstypen – möglich.

Unterschiede bei der Digitalisierung 

Die Digitalisierung ist nicht überall gleich weit fortgeschritten. Daher wird der Index – soweit möglich – nach Bundeslandgruppen, Regionstypen, Branchen und Unternehmensgrößen differenziert. Es lässt sich damit analysieren, welche Branche im Vergleich zu anderen besonders stark digitalisiert oder in welcher Bundeslandgruppe die Digitalisierung der Unternehmen besonders weit fortgeschritten ist.

Entwicklung der Digitalisierung 

Der Digitalisierungsindex wird jährlich aktualisiert. Damit kann er ab 2021 auch die Entwicklung der Digitalisierung der Wirtschaft insgesamt sowie auf den einzelnen Differenzierungsebenen (Bundesland, Regionstyp, Branche, Unternehmensgröße) abbilden. Anhand der möglicherweise erzielten Fortschritte und beobachtbaren Defizite lassen sich dann Handlungsempfehlungen ableiten. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gestaltung der Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland zu schaffen.

Aufbau des Index

Der Digitalisierungsindex setzt sich aus zwei Subindizes zusammen. Der eine Subindex fokussiert auf unternehmensinterne Faktoren, das heißt, er bildet die Aktivitäten der Unternehmen ab. Der Subindex für die unternehmensexterne Perspektive beschreibt dagegen das Umfeld, in dem die Unternehmen agieren.

Diese beiden Subindizes wiederum beinhalten jeweils fünf thematische Kategorien. Zum unternehmensinternen Subindex gehören die Kategorien Prozesse, Produkte, Geschäftsmodelle, Qualifizierung und Forschungs- und Innovationstätigkeit. Die Kategorien Technische Infrastruktur, Administrativ-rechtliche Rahmenbedingungen, Gesellschaft, Humankapital und Innovationslandschaft zählen zum unternehmensexternen Subindex.

Die 37 verwendeten Indikatoren sind dann jeweils einer der insgesamt zehn Kategorien zusortiert.

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