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IKT-Branchenbild

Als Querschnittstechnologien lassen sich digitale Technologien und Anwendungen in allen Bereichen der Wirtschaft einsetzen und ermöglichen dort die Verbesserung von Produkten und Prozessen oder die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Dienste. Hergestellt werden digitale Technologien und Anwendungen zum großen Teil in der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche (IKT-Branche). Damit ist die IKT-Branche eine Schlüsselbranche für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

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IKT-Branche Spitze bei Innovationen und Gründungen

Eine besondere Stärke der IKT-Branche ist ihre Innovationsfähigkeit. Das zeigt sich unter anderem bei der Innovatorenquote, dem Anteil der Unternehmen, die in den letzten drei Jahren ein neues oder merklich verbessertes Produkt oder einen neuen oder merklich verbesserten Prozess eingeführt haben. Im IKT-Sektor liegt die Innovatorenquote für den Zeitraum 2017 bis 2019, dem Zeitraum mit den aktuell verfügbaren Daten, bei etwa 78 Prozent. Damit befindet sich die Branche auf dem ersten Platz und ist gemessen an diesem Wert die innovativste Branche in Deutschland – noch vor den Wirtschaftszweigen Elektrotechnik und Maschinenbau (rund 72 Prozent) und unternehmensnahe Dienstleistungen (rund 63 Prozent). Im Vorjahresvergleich zeigt sich jedoch eine negative Entwicklungen und die Innovatorenquote der IKT-Branche sinkt um 7 Prozentpunkte. Diese Tendenz gilt auch für viele der übrigen betrachteten Branchen.

Positive Gründungsdynamik in der IKT-Branche

Start-ups und Innovationen sind von besonderer Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum. Die IKT-Branche behauptet sich erneut als starker Treiber: Mit 7.524 Unternehmensgründungen im Jahr 2020 und einer Gründungsrate von 7,0 Prozent über die vergangenen drei Jahre nimmt die IKT-Branche im Branchenvergleich auch hier die führende Position ein. Auf dem zweiten Platz liegt die Tourismusbranche (6,1 Prozent), gefolgt von Verkehr und Logistik (5,4 Prozent). Die Gründungsrate beschreibt den Anteil der Unternehmen, die bezogen auf den Gesamtbestand in einer Branche in einem Jahr neu gegründet wurden und wird über einen Dreijahreszeitraum gemittelt. Sie nahm im Vergleich zum Vorjahr im IKT-Sektor um knapp einen Prozentpunkt zu. Ein Blick auf den Gründungsindex verdeutlicht die starke Position der IKT-Branche. Während Unternehmensgründungen der Gesamtwirtschaft zwischen 2002 und 2016 überwiegend rückläufig waren und sich seitdem auf einem stabilen, aber niedrigen Niveau eingependelt haben, verläuft die Gründungsdynamik der IKT-Branche günstiger und hält sich mit leichten Schwankungen auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Zahl der Gründungen in der IKT-Branche steigt nach aktuellen Prognosen trotz der Corona-Pandemie weiter an und der Indexwert erreicht knapp 111 Punkte. Die hohe Gründungsdynamik in der IKT-Branche ist hauptsächlich auf das Gründungsgeschehen bei den IKT-Dienstleistern zurückzuführen. Rund 97 Prozent der IKT-Gründungen fallen in den Dienstleistungsbereich.

Umsatz und Investitionen der IKT-Branche geben im Jahr 2020 leicht nach, Beschäftigung steigt weiter

Die IKT-Branche verzeichnete 2020 nach sechs Jahren des Umsatzwachstums einen Rückgang um etwa 9 Milliarden auf rund 276 Milliarden Euro. Daneben nahmen auch die Investitionsausgaben nach dem Höchststand von 27 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ab und liegen 2020 bei gut 25 Milliarden Euro. Die Bruttowertschöpfung wächst hingegen das zehnte Jahr in Folge, wenn auch in diesem Jahr nur sehr leicht und erreicht einen Wert von knapp über 122 Milliarden Euro. Auch die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und Selbständigen in der IKT-Branche kann weitere Zugewinne verzeichnen: So zählte die IKT-Branche im Jahr 2020 rund 1,3 Millionen Erwerbstätige, was einem Zuwachs von rund 22.000 Beschäftigten entspricht, obwohl die Zahl der Unternehmen mit nunmehr 101.000 leicht rückläufig ist. IT-Dienstleister generieren mit knapp 111 Milliarden Euro den größten Teil der Bruttowertschöpfung innerhalb der IKT-Branche. Während ihr Wert weiter zulegen kann, fällt der generierte Mehrwert des Teilbereichs IKT-Hardware von knapp 13 auf rund 12 Milliarden Euro. Insgesamt generiert die IKT-Branche im Jahr 2020 rund 5,3 Prozent der Wertschöpfung der gesamten gewerblichen Wirtschaft.

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