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Keyvisual zum Digital-Gipfel zeigt Silhouetten von Menschen mit digitalen Geräten

© BMWi

Digital-Gipfel

Digitalisierung betrifft uns alle - Unternehmen wie Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaft wie Gesellschaft. Der Digital-Gipfel ist die zentrale Plattform zur gemeinsamen Gestaltung eines zukunftsfähigen Rahmens für den digitalen Wandel.

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Digital-Gipfel: Den digitalen Wandel gemeinsam gestalten

Der Digital-Gipfel (vormals Nationaler IT-Gipfel) und sein unterjähriger Prozess sind die zentrale Plattform für die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung des digitalen Wandels. Denn wir können die Chancen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft am besten nutzen, wenn alle Beteiligten gemeinsam daran mitarbeiten.

Seit 2017 firmiert der Nationale-IT Gipfel als Digital-Gipfel. Er trägt damit der Tatsache Rechnung, dass die Digitalisierung nicht nur die Telekommunikationstechnologie, sondern Digitalisierung in ganzer Breite umfasst - von der Kultur-und Kreativwirtschaft bis zur Industrie 4.0.

Der Digital-Gipfel fand am 3. und 4. Dezember 2018 in Nürnberg statt.

Eindrücke vom Digital-Gipfel 2018

Videos vom Digital-Gipfel 2018

Standbild aus Video Der Digital-Gipfel 2018 kurz & knapp zusammengefasst

Das war der Digital-Gipfel 2018

Künstliche Intelligenz (KI) war das Schwerpunktthema beim Digital-Gipfel 2018 in Nürnberg. Damit hat der Digital-Gipfel ein Thema aufgegriffen, das gerade weltweit stark wachsende Aufmerksamkeit erlangt und zu einem Megathema der Digitalisierung geworden ist. Dieser Kurzfilm fasst den Gipfel kurz und knapp zusammen.

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Schwerpunkt 2018: Künstliche Intelligenz

Der Digital-Gipfel 2018 in Nürnberg setzte einen besonderen thematischen Schwerpunkt beim Thema Künstliche Intelligenz (KI). Damit griff der Digital-Gipfel ein Thema auf, das gerade weltweit stark wachsende Aufmerksamkeit erlangt und zu einem Megathema der Digitalisierung geworden ist. Durchbrüche bei der Verfügbarkeit von Rechenkapazitäten und Daten haben zu immer breiteren Anwendungsgebieten für KI-Technologien geführt, die sich quer durch Branchen und Sektoren ziehen - von den Bereichen Produktion und Industrie 4.0 über Mobilität und Logistik bis zu Gesundheit oder Energie. KI ist auf dem Weg zu einer neuen Basistechnologie der Digitalisierung für die Gesamtwirtschaft.

Die Bundesregierung hat am 15. November 2018 ihre Strategie Künstliche Intelligenz beschlossen. Diese wurde im Rahmen von Expertengesprächen und öffentlichen Konsultationen federführend vom BMWi, BMBF und BMAS erstellt. Der Schwerpunkt des Digital-Gipfels 2018 greift diesen Prozess auf und flankiert ihn mit der Expertise des großen Digital-Gipfel-Netzwerks. Erfahren Sie mehr zur KI-Strategie der Bundesregierung.

Der Digital-Gipfel möchte dazu beitragen, dass Deutschland die großen Chancen der KI nutzt, aber auch Risiken richtig bewertet und dazu beiträgt, dass der Mensch im Mittelpunkt einer technisch und rechtlich sicheren sowie ethisch vertretbaren Nutzung von KI bleibt. Die Gipfel-Plattformen haben diese Aufgabe angenommen und beim Gipfel im Dezember die Ergebnisse ihrer Arbeiten vorgestellt.

Exponate auf dem Digital-Gipfel 2018

Beim Digital-Gipfel 2018 veranschaulichten drei Exponate aus den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Smart Living, wie Künstliche Intelligenz ganz praktisch unseren Alltag bereichern kann.

Exponat des Landes Bayern

Kernbotschaft

Durch das Zusammenführen ganzheitlicher Datenmodelle schafft der Digitale Zwilling ein Abbild des Versicherten, an dem dann individuelle Gesundheits- und Krankheitsverläufe besser vorhergesagt, Therapien optimiert und erprobt, Risiken minimiert und Therapieergebnisse besser vorhergesagt werden können.

Die Vision: ein lebenslanger, intelligenter Digitaler Zwilling, der mit jedem Erheben von klinischen Daten kontinuierlich weiter lernt und aktualisiert wird.


Erläuterung

Datenanalyse und Künstliche Intelligenz (KI) sind wichtige Bestandteile der Gesundheitsversorgung und Medizin von morgen. Rasant anwachsende Datenmengen, innovative neue Technologien und ständig ansteigendes medizinisches Wissen verändern die Gesundheitsversorgung, optimieren Therapien und steigern die Effizienz. Dadurch können Therapie und Behandlung zukünftig immer mehr auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten im Krankheitsfalle bzw. des gesunden Bürgers bei der Prävention angepasst werden (Präzisionsmedizin).

Als erste Komponente des Digitalen Zwillings wurde die Darstellung des Herzens umgesetzt und bereits mit einigen Universitätskliniken weltweit erprobt. Auf dem Digital-Gipfel 2018 wird zum ersten Mal ein Digitaler Zwilling des Herzen in dieser ganzheitlichen Form gezeigt. In dem wissenschaftlichen Exponat wird ein 3D-Modell des menschlichen Herzens erlebt, das auf Interventionen reagiert. Die rechnerische Modellierung der Herzfunktion mit künstlicher Intelligenz ermöglicht die interdisziplinäre, tiefgreifende Integration klinischer Daten des Menschen bzw. Patienten in ein vorausschauendes Modell seines Herzens. Dieser Digitale Zwilling kann verwendet werden, um Krankheiten besser zu verstehen, ihre Entwicklung vorherzusagen und sogar verschiedene Interventionen zu testen.


Wo kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz?

Der digitale Zwilling ist eine Technologie, die die reale mit der digitalen Welt verbindet. Um einen Digitalen Zwilling zu erstellen, bedarf es der Integration von vielfältigen Datenquellen in ein komplexes und interdisziplinäres Modell. Künstliche Intelligenz ermöglicht die automatische Generierung des Digitalen Zwillings durch Modellierung der Anatomie anhand von medizinischen Bilddaten sowie die Modellierung elektrophysiologischer und biomechanischer Daten, die beispielsweise aus EKGs oder der Magnetresonanztomographie (MRT) gewonnen werden. Auch bei der Berechnung sowie dem kontinuierliche Update aus multiplen Datenquellen kommen KI-Algorithmen zum Einsatz.

In einem ersten Schritt werden neuronale Netzwerke anhand von Millionen Datensätzen trainiert. In einem zweiten Schritt werden diese neuralen Netze verwendet, um einzelne Daten in ein ganzheitliches physiologisches Modell zu kombinieren. Dieses Modell kann beispielsweise verwendet werden, um maßgeschneiderte Behandlungen vor der konkreten Umsetzung zu erproben und damit die Präzisionsmedizin weiterzuentwickeln.

Der Digitale Zwilling muss ständig aktualisiert werden, um idealerweise so nahe wie möglich an dem aktuellen physiologischen Zustand der realen Person zu sein. Ähnlich einem digitalen Abbild einer Fabrik, das bspw. vorausschauende Wartung ermöglichen soll, beginnt das holistische Datenmodell einer Person bei der Prävention.


Welche Funktionen werden aus welchen Daten gewonnen?

  • Anatomie des Herzens: Form, Zusammensetzung des Gewebes sowie Bewegung und Blutfluss bspw. durch 3D MR, 3D CT, 3D Ultraschall
  • Elektrophysiologie: Elektrokardiogramm bspw.12-Kanal EKG
  • Biomechanik: Bewegung und Blutfluss (bspw. MRT, Ultraschall), Druckinformationen, Laborergebnisse


Beispiel: Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)

Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ist eine etablierte Behandlungstherapie bei Herzinsuffizienz. Hierbei wird ein Schrittmacher eingesetzt, um das Herz neu zu synchronisieren. Etwa 30-50% der behandelten Patienten sprechen derzeit nicht auf die Therapie an. Der Digitale Zwilling des Herzens des Patienten hilft, die Auswirkungen der kardialen Resynchronisationstherapie auf die Herzfunktion des Patienten zu visualisieren und zu bewerten. Dabei werden die bildgebenden und elektrophysiologischen Daten vor dem Verfahren genutzt, um die Behandlung präziser zu planen sowie eine bessere Aussage über den Therapieerfolg geben zu können.

Exponat des Landes Bayern

Kernbotschaft

Die Vision von Lilium lautet „everybody can fly anywhere, anytime”. Um diesen Paradigmenwechsel zu ermöglichen, wird Lilium ein senkrechtstartendes Elektroflugzeug betreiben, das bis zu vier Passagiere on-demand transportieren wird – und das ohne CO2-Emissionen, mit minimalen Infrastruktur-Anforderungen und zu Preisen, die mit heutigen Taxitarifen vergleichbar sein werden.


Erläuterung

Von der digitalen Revolution zur Luftfahrtrevolution

Das Konzept der senkrechtstartenden Elektroflugzeuge und das Angebot eines Flugtaxis wäre ohne jüngste technologische Durchbrüche in verschiedenen Industrien nicht möglich gewesen. Neben dem Fortschritt der Batterietechnologie waren digitale Entwicklungen notwendige Voraussetzung. Das Flugzeug – obwohl mit einem Piloten besetzt – wird von Beginn an zum automatisierten Flug befähigt sein; außerdem werden wichtige operationelle Herausforderungen bearbeitet: Lernende Systeme werden das Flugzeug unterstützen, Passagierströme in komplexen Netzwerken effizient zu steuern (sog. Umlaufoptimierung) und Wartungsmaßnahmen an den Flugzeugen proaktiv vorzunehmen (sog. Predictive Maintenance).


Das weltweit erste senkrechtstartende Elektroflugzeug

Das erste senkrechtstartende Elektroflugzeug der Welt hob 2017 ab und wurde ein Jahr lang erfolgreich getestet (zwei Sitze). Die Erkenntnisse aus diesen Tests flossen in die Entwicklung des neuen Prototyps mit fünf Sitzen. Das Fluggerät erreicht dank eines Manövers, mit dem er vom vertikalen Start in den regulären Flügel-Flug übergeht, eine weltweit einmalige Reichweite von 300 km bei einer Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h.

Exponat der Plattform 2 „Innovative Digitalisierung der Wirtschaft“

Kernbotschaft

Für die Nutzer: Smart Living bietet Menschen – unter Nutzung Künstlicher Intelligenz – Sicherheit, Komfort und Assistenz im Alltag. Smart Living fokussiert sich auf die Bedürfnisse des Menschen und schafft Nutzen in allen Anwendungsbereichen.

Für den Standort Deutschland: Deutschland kann in der Entwicklung von Smart-Living-Technologien eine Schlüsselstellung einnehmen. Durch die Integration von Methoden der Künstlichen Intelligenz, bspw. in Software- und Automatisierungssystemen, ergibt sich ein enormes Wertschöpfungspotenzial für Unternehmen. Der Wettbewerb in diesem vielversprechenden Zukunftsmarkt ist stark. Es geht um die Positionierung der deutschen Wirtschaft hinsichtlich Forschungsprogrammen, Spitzentechnologien, der Qualifizierung von Fachkräften zur Sicherung von Arbeitsplätzen und die Ertüchtigung der gesamten Infrastruktur.


Erläuterung

Das „Smart Living-Haus“ bietet einen umfassenden Einblick in das smarte Leben und zeigt anschaulich, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) den Alltag verbessern. Das „House of Smart Living“-Exponat ist ein Haus mit Küche, Schlafzimmer, Büro, Eingangsbereich und Heizungs-/Technikraum. Es präsentiert intelligent vernetzte Gebäudetechnik, die eigens für den Digital-Gipfel 2018 um die aktuellsten Innovationen ergänzt wurde. Sprachassistenz-Systeme sind in die Gebäudetechnik integriert. Intelligentes Energiemanagement sorgt dafür, dass die im Haus erzeugte Energie möglichst sparsam und vor Ort genutzt wird.


Über die Wirtschaftsinitiative Smart Living

Die Wirtschaftsinitiative Smart Living umfasst 47 Unternehmen und 24 Verbände/Initiativen. Vertreten sind Hersteller, Handwerk, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Handel, Energiewirtschaft, Gesundheits- und Versicherungswesen bis hin zu Forschung und Wissenschaft. Die Initiative zielt auf das vorwettbewerbliche Zusammenspiel von Unternehmen in Deutschland, um gemeinsam zukunftsweisende Strategien für einen Smart-Living-Leitmarkt in Deutschland zu entwickeln. Die Wirtschaftsinitiative verbindet alle Aktivitäten im Bereich Smart Living, um standard- und plattformübergreifend zu agieren. Die Geschäftsstelle Smart Living koordiniert und betreut im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Aktivitäten der Wirtschaftsinitiative.

Künstliche Intelligenz - Chancen und Grenzen

Menschliche Hand und Computerhand geben sich die Hand

Megatrend der Zukunft

Was Künstliche Intelligenz kann – und was nicht.

Öffnet Einzelsicht
Mondroboter

Zu Besuch auf dem Mond

Intelligente Roboter made in Bremen

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Gruppenbild evalu

Intelligente Anwendungen

KI ist schon in der Gegenwart angekommen

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So arbeitet der Digital-Gipfel

Der Digital-Gipfel greift die zentralen Handlungsfelder der digitalen Transformation in zehn thematischen Plattformen auf. In diesen Plattformen und ihren Fokusgruppen erarbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft unterjährig Projekte, Veranstaltungen und Initiativen, die die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen sollen. Beim Gipfel werden die Ergebnisse der Arbeiten präsentiert, Trends vorgestellt und digitalpolitische Herausforderungen sowie Lösungsansätze diskutiert.

Federführende Gesamtkoordination:

Dr. Christine Kahlen
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
E-Mail: christine.kahlen@bmwi.bund.de

Dr. Ulrike Engels
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
E-Mail: ulrike.engels@bmwi.bund.de

Im Überblick: Alle Plattformen des Digital-Gipfels

Lan-Kabel wird in Laptop eingesteckt

Plattform 1 "Digitale Netze und Mobilität"

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Angestellte arbeiten im Büro

Plattform 2 "Innovative Digitalisierung der Wirtschaft"

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Moderme Produktionshalle mit Fertigungsmaschinen

Plattform 3 "Industrie 4.0"

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Arzt analysiert Röntgenbilder auf Digital-Display

Plattform 4 "Lernende Systeme"

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Arbeitsgruppe im Besprechungsraum

Plattform 5 "Digitale Arbeitswelt"

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Fingerabdruck-Scanner

Plattform 6 "Digitale Verwaltung und öffentliche IT"

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Grundschüler arbeite mit Tablets im Klassenraum

Plattform 7 "Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft"

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Fotografin arbeitet am Laptop und inspiziert Bildabzüge

Plattform 8 "Kultur und Medien"

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Illustration eines Fingerabdrucks mit Binärcode im Hintergrund

Plattform 9 "Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft"

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Junge Frau bezahlt im Modekaufhaus mit dem Smartphone

Plattform 10 "Verbraucherpolitik in der digitalen Welt"

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Vernetzte Stadt symbolisiert den IT-Gipfel

Mediathek des Digital-Gipfels

In der Mediathek des Digital-Gipfels finden Sie alle Publikationen, Pressemitteilungen, Artikel, Videos und Fotos zur diesjährigen und zu den vergangenen Veranstaltungen.

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Rückblick der vergangenen Gipfel